Sturm Emma tobt durchs Lehrrevier
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Unerwartet kam er nicht, der Sturm Emma am Samstag, den 1. März. Aber dass er dann so heftig ausfiel, hat uns doch überrascht. Eigentlich wollten wir uns zu einem ganz normalen Arbeitseinsatz im Lehrrevier treffen. Eine Menge Arbeit hat uns Emma schon beschert, aber ganz andere, als wir uns vorgenommen hatten. |
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Schon bei der Anfahrt zum Revier erwartete uns ein wüstes Bild. In der eingezäunten Schonung entlang der Straße lag alles nur noch über- und untereinander. Der Zaun wurde an vielen Stellen niedergedrückt. Die Bäume wurden regelrecht abgedreht oder einfach vollkommen aus dem aufgeweichten Boden gehebelt. |
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| Bei der Hütte und beim Schuppen sah es nicht viel besser aus. Unsere sorgsam aufgeschichteten Stangen wurden durcheinandergewirbelt wie Mikadostäbchen. | |
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Jetzt wollten wir es natürlich genau wissen und machten uns auf den Weg durchs Revier. Weit sind wir allerdings nicht gekommen. Immer wieder hieß es aussteigen und Motorsäge anwerfen. |
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| Bei Hagelschauer, Wintergewitter und kurzem Schneegestöber zogen wir mit vereinten Kräften die Fichten vom Weg. | |
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Bald schon mussten wir die erste richtig böse Überraschung erleben. Unsere Kanzel an der Römerstraße ist umgefallen. Sie liegt mitten über den Weg, das Dach ist abgerissen und zu Bruch gegangen. Oh weh, das wird ein schweres Stück Arbeit werden, die wieder in Ordnung zu bringen. |
Auf alles gefasst, fahren wir weiter. Wird die neue Bienenkanzel noch stehen? Unser letztes Projekt mit dem Jagdkurs? Zum Glück sind keine anderen Sitze und Kanzeln demoliert worden. Doch was ist das, beim Hasensitz? Liegt da nicht doch ein Baum drauf? |
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Da haben wir wirklich Glück gehabt, der Stamm hängt um ein paar Zentimeter dahinter. Der Sitz ist unversehrt. |
| Aber die Baumscheibe mitten im Schussfeld ist auch nicht optimal. Also wieder einmal Motorsäge raus und ab damit. | ![]() |
| Hungrig, von Kopf bis Fuss tropfnass und ziemlich abgekämpft fahren wir zurück. Das mit dem Arbeitstag hatten wir uns auch ein wenig anders vorgestellt. Doch letztendlich war es natürlich gut, dass wir heraußen waren, denn auf den Wegen durchs Revier wäre ohne die Motorsäge kein Durchkommen mehr gewesen. Ja, und jetzt müssen dann wohl die Förster ran und den Schaden, den Emma in ein paar Stunden angerichtet hat, viele Tage lang aufarbeiten. | |
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